Ganz ehrlich, manchmal kann ich gar nicht so viel essen wie ich k…. möchte.
Ich les die Aussagen, seh die Auftritte und denk mir immer wieder, schlimmer kann es nicht mehr werden, jetzt ist echt Boden erreicht.
Dauernd nach unten treten, nach oben buckeln und das lautstark.
Und dann sieht er wieder ein Mikrofon ……
Und ich frage mich, wie hat so ein Mensch es geschafft unser Bundeskanzler zu werden?
Überall anders hätten wir ihn doch ausgelacht.
Einer der austeilt, aber nur auf Schwächere; der anfängt zu heulen wenn er auch mal Gegenwind bekommt.
Wie hat er das geschafft?
Weil wir ein Muster haben.
Ein Muster, dass Menschen nach oben spült, die gelernt haben, dass es funktioniert wenn sie auf Schwächere einprügeln.
Menschen, die gelernt haben, dass Mitgefühl und Empathie kein Pluspunkt sondern ein Risiko ist.
Und dann wundern wir uns, dass wir so einen Kanzler haben.
Nach unten treten, nach oben buckeln
Das hat schon immer gut funktioniert.
Leider.
Was mich viel mehr wütend, entsetzt und traurig macht, was mir wirklich Angst macht, ist noch mehr als dieser Mann die Tatsache, dass wir sowas wählen. Ihn und seine „Regierungsmannschaft“.
Weil sie alle genau das machen. Und wir wählen das.
Wir wählen Menschen, die sich aufführen wie Schulhofbullies, die ihre elitären Klicken haben, uns dazu bringen die auch noch zu bewundern, auch Teil davon sein zu wollen.
Dabei will ich nicht so sein.
Definitiv nicht.
Wenn will ich sein wie Obama.
Vor allem wie Michelle Obama, obwohl ich ihn auch gut fand.
Klar hat er auch vieles gemacht was nicht so großartig war.
Trotzdem hat er eben nicht nach unten getreten.
Er hatte den Mumm für Werte die mir auch wichtig sind wirklich einzutreten.
Gleichberechtigung, nicht nur für Mann und Frau sondern für alle.
Dinge die wir hier gerade zuschauen, wie Merz und Co sie abbauen, wie sozialen Zusammenhalt, unsere gute Gesundheitsversorgung, Bildungschancen für alle.
Ich hab Obama bewundert dafür, dass er sich so sehr dafür eingesetzt hat.
Wieso finden wir das gut?
Was an diesem doch absolut unsozialen Verhalten finden wir so toll, dass wir es wählen?
Dass eine Partei, die das sogar als Wahlprogramm offen propagiert immer stärker wird?
Was ist das faszinierende daran?
Wieso wehren wir uns da nicht?
Wir unten, also Mitte abwärts, Nein Herr Merz, sie sind nicht Mittelstand.
Ich verstehe es einfach nicht.
Es geht so sehr gegen alle meine Werte, gegen mein Gefühl von Fairness und Gerechtigkeit, gegen das wie ich die Welt haben will.
Was sagt das über uns als Menschen aus, dass Härte attraktiver wirkt als Menschlichkeit?
Gerade jetzt, wo es nicht mehr alles so sicher und stabil wirkt.
Versprechen diese Menschen tatsächlich mehr Sicherheit wenn wir Angst haben?
Ist es irgendwie ein Mama und Papa wissen schon was gut für dich ist, auch wenn sie dich hauen?
Demokratie ist aber doch genau das nicht, oder hab ich sie falsch verstanden?
Empathie ist doch nicht Schwäche.
Es braucht viel mehr Kraft, Mut und Hirn empathisch zu sein als einfach lautstark zu poltern und auf kleinere zu prügeln.
Demokratie ist anstrengend. Weil wir eben nicht einfach „die da oben“ machen lassen können.
Wir müssen mitdenken, widersprechen, Aushandeln und Reibung aushalten.
Andere Meinungen und Lebensentwürfe ertragen.
Haben wir wirklich so viel Angst? So dunkel ist es gar nicht wie uns glauben gemacht werden soll. Wir sind stark, und gemeinsam noch viel stärker.
Ich hab es schon in mehreren Blogartikeln geschrieben, zum Beispiel in Demokratie braucht uns. Es ist wirklich kurz vor 12 wenn wir unsere Demokratie noch retten wollen.
All den Quark hatte wir schon mal, braucht wirklich niemand noch ein zweites Mal.
Wenn ich an Amiland schau, die haben ihre „starken Männer“, und ein Chaos, Entsetzen dass über die ganze Welt verbreitet wird, Schäden anrichtet, die die nächsten Jahrzehnte nicht wieder repariert werden können.
Wenn der englische König!!!! die Amerikaner an die Werte ihrer Demokratie erinnern muss, wie es Charles gerade getan hat. Holla die Waldfee.
Ist ja irgendwie sogar lustig, Amerika hat Krieg geführt für das Recht der Demokratie den englischen Königen abzutrotzen, und jetzt muss der sie daran erinnern, was sie gerade in die Tonne kloppen.

Ich versteh wirklich nicht, warum uns das so viel Sicherheit gibt, warum wir gerade in schwierigen Situationen solche Menschen wählen.
Dabei bräuchten wir doch gerade jetzt jemanden der oder die wirklich mal etwas anders macht.
Von unten nach oben verteilen hatten wir die letzten 30 Jahre genug.
Er hat jetzt die Chance einer der Großen zu sein.
Bis neulich mal wieder
Toni vom Café Ruhepol






