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3 Kommentare

  1. Danke! Nie wieder ist jetzt! Und es ist eine ganz schlecht Idee, bis zum Ende des Bonhoeffer-Gedichtes abzuwarten, wen wir dran sind und uns niemand mehr helfen kann, weil die anderen vor uns abgeholt wurden. Ich fasse es nicht, wie vielen nicht klar ist, wie wertvoll die Demokratie ist und wie wichtig Solidarität.

    1. Hallo Angela,
      ich hab gestern einen Beitrag von Arte auf Youtube gesehen, über Trump und seine Anhänger.
      Da geht es nicht um die Gesellschaft, nicht darum etwas zu schaffen oder zu erhalten. Weder die Demokratie noch diesen Planeten.
      Sie wollten einfach nur zerstören und finden es gut wie er alles zerstört.
      Jubelrufe, wenn er mit einer Unterschrift 80 Erlasse von Biden widerruft, ohne zu wissen was überhaupt drin stand.
      Jubelrufe, wenn er das komplette Justizsystem zerlegt und zur Rache an seinen „Feinden“ benutzt, also effektiv jedem, der nicht seiner Meinung ist.
      Jubelrufe, wenn er dieses hohe Amt benutzt um alle die ihm nicht in den Kram passen, existenziell zu zerstören.

      Ja ich find die Idee auch schlecht bis zum Ende des Gedichts zu warten, drum bin ich jetzt aktiv in der Hoffnung, es nicht so weit kommen zu lassen.
      Falls jemand das Gedicht nicht kennt, ist von einem evangelischen Priester namens Niemöller:

      Als die Nazis die Kommunisten holten,
      habe ich geschwiegen;
      ich war ja kein Kommunist.

      Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
      habe ich geschwiegen;
      ich war ja kein Sozialdemokrat.

      Als sie die Gewerkschafter holten,
      habe ich geschwiegen;
      ich war ja kein Gewerkschafter.

      Als sie mich holten,
      gab es keinen mehr,
      der protestieren konnte.

      Da kannst du alles mögliche einsetzen, Trans*Männer oder *Frauen, jegliche Herkunft, Sexualität, Geschlecht, Religion…..
      Ich will nicht warten bis zum Schluß

  2. Sounds familiar.

    Wenn man in Berlin durch das Holocaust-Mahnmal läuft, dann spürt man, wie die Stelen immer höher werden, der Druck immer stärker, die Perspektive immer enger. Es ist beängstigend.

    Wenn man in Yad Vashem den Weg entlang geht, dann liegt das wirkliche Grauen in der Trivialität, wie alles mit scheinbar lustigen Kinderbüchern begann, in dem der Schurke eine große gebogene Nase hatte. Und der schleichenden Entwicklung, die fast folgerichtig und zwangsläufig zu sorgfältig unterschriebenen Formularen führte, auf denen die Summe der bestellten Menge Zyklon B sauber zweimal unterstrichen wurde.

    Der Horror ist, dass es für so viele kein Horror war. Und wir sind auf dem schlechtesten Weg da hin.

    Das Stadtbild schöner machen. Als wären diese Menschen Müll, den man rausträgt. In manchen Kreisen befinden wir uns meinem Gefühl nach schon näher am Bestellformular als am Kinderbuch.

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