Nachdem Judith Peters mal wieder zum Jahresrückblick 2025 aufgerufen hat, hab ich mich hingesetzt und meine Notizen gewälzt. Schon unheimlich was so in einem Jahr passiert, wie sehr sich das Leben, ich selbst, meine Umgebung und die Politik verändern können, in doch relativ kurzer Zeit.
Was hat sich da nicht alles verändert.
Und das wo ich doch schon 61 bin, ich dachte immer in dem Alter ist Frau halbwegs fertig mit Entwicklung und kann sich dem Feintuning widmen.
Aber sowas von denkste.
Politisch hat sich ja auch einiges getan, und ich konnte meine Klappe nicht mehr halten, ging einfach nicht. Siehe unten.
Ich hab noch was getan was ich bisher immer vermieden habe: Planen. Strategie liegt mir gar nicht und Pläne überleben bei mir meistens nicht den nächsten Kaffee.
Mein Jahresrückblick 2025: Die große Verwandlung, mit 61
Persönlichkeitsentwicklung in meinem Alter
Sollte ich da nicht langsam mal fertig entwickelt sein? Nur noch Feintuning brauchen?
Marlies Reimers hat mich da eines besseren belehrt. Sie hat geduldig und hartnäckig immer wieder gebohrt und zielgenau die Punkte gefunden die weh taten. Danke dafür.
Mit ihrer Hilfe habe ich vieles bearbeiten und beseitigen können. Einiges sehe ich dadurch heute auch anders als bisher.
Ich traue mich viel mehr, traue mir mehr zu, ändere so viel in meinem Leben derzeit.
Und ich dachte wirklich, mit 61 weiß ich wer und wie ich bin, da ist anderes an der Reihe, nicht mehr Persönlichkeitsentwicklung und Kindheit aufarbeiten.
War wohl ein Fall von denkste.
Bin gespannt wo die Reise noch hingeht, ist anstrengend, manchmal sehr schmerzhaft aber auch spannend.

Wow ich betätige mich lautstark politisch
Da musste ich wirklich 61 Jahre alt werden, bis ein absolut unfähiger und sowas von peinlicher Bundeskanzler mich dazu bringt, mich öffentlich politisch zu äußern.
Nicht nur, dass er schon vor seiner Wahl, völlig unnötig mit den Stimmen der Blau/Braunen eine Abstimmung gewinnen wollte/hat.
Seit seiner Wahl ist er, sein komplettes Kabinett und so einiges was da, obwohl nie gewählt, im Kreis mit schwirrt und mitentscheidet, nur noch peinlich, gefährlich und die beste Wahlwerbung die die AFD haben kann.
Ob es jetzt die Bezeichnung „links-grüne Spinner“ ist für alle die bei Protesten dabei sind die ihm nicht in den Kram passen (alles ist ANTIFA !!)
Oder wenn er quere Menschen beleidigt, den Völkermord im Gaza sogar gut findet und sich bei einem, mit internationalem Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrecher, bedankt, dass Israel die Drecksarbeit für uns macht.
Ob er vom Stadtbild spricht, sich in Brasilien nicht mal halbwegs benehmen kann oder in Afrika rumnölt, dass es dort kein deutsches Brot gibt.
Ich werde einen Jahresrückblick 2025 schreiben, nur zum politischen Geschehen, den werd ich hier verlinken sobald er fertig ist. Das ist ist mein persönlicher Jahresrückblick, da will ich Bundesfritze und seinen Gruselclowns nicht so viel Platz einräumen.
Nur soviel dazu, ich hab so viel die Klappe aufgemacht auf LinkedIn, dass mein Bild jetzt in Frankfurt als eines von vielen hängt, von vielen Menschen die sich für die Demokratie einsetzen. Darauf bin ich schon auch ein bisschen stolz.

#zeigdichstark
Ich hab mich getraut eine große Aktion bei LinkedIn auszurufen und viele unheimlich tolle Frauen haben mitgemacht. Hätte ich wirklich nicht gedacht.
Mein Vorbild war Céline, die hat nach einem Post ihrer Coachin ganz empört #zeigdichbunt ins Leben gerufen. War ja auch lächerlich, einer erwachsenen Frau zu erklären, ihre Posts wären ja ganz gut, aber wie sie aussieht, in dem Alter noch so einen starken Lippenstift und so bunte Kleider tragen, ginge ja gar nicht.
Als ob wir Frauen über 30 alle in Sack und Asche gehen müssen, Grau und Beigetöne, damit wir ja nicht gesehen werden.
Von wegen.
Mir haben über die Zeit auch immer wieder Frauen geschrieben, sie würden meine Posts toll finden, sich selbst aber nicht trauen sich so zu zeigen, ihre Meinung so laut zu vertreten. Und ich kann sie nur zu gut verstehen.
Das hat nichts mit Feigheit zu tun, mehr damit, dass irgendwann einfach die Kraft ausgeht, ständig gegen Windmühlen zu kämpfen. Wenn Frau permanent wieder, tagtäglich mehrmals erklären muss: Ja du kennst EINEN der das nicht macht, ja ihr habt EINE im Unternehmen…… das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Struktur.
Wenn ich für jedes „Aber nicht alle Männer“ einen Euro bekäme wär ich reich.
Nein es sind nicht alle Männer A…löcher, es stecken dich auch nicht alle Zecken mit Borreliose an, lässt du eine auf dir rumkrabbeln, sind ja nicht alle Zecken…..
Deshalb wird es am 6. Januar 2026 nochmal einen Flashmob geben, gemeinsam mit Céline diesmal eine Kombi aus #zeigdichbunt und #zeigdichstark.
Und ich werde eine Blogparade zum Thema: „Sichtbarkeit ist eine Businessnotwendigkeit. Und sie ist immer auch Demokratiearbeit.“ starten. Wenn du mitmachen willst, ich werde es hier verlinken sobald ich es soweit habe. Keine Sorge, dafür hast du mehr als genug Zeit um zu schreiben.
Ich hab den Flashmob #zeigdichstark nicht gestartet, weil Frauen noch ein bisschen selbstbewusster werden müssen. Die meisten von uns sind selbstbewusst genug. Sie zeigen es nur nicht aus o.g. Gründen.
Es wurde gestartet, weil ich sehe, wie leise Frauen wieder gemacht werden sollen. Wie ihre Stimme relativiert wird, ihre Themen verschoben und vor allem, ihre Rechte wieder verhandelt werden anstatt geschützt.
Ich habe es auch gestartet, weil Sichtbarkeit von Frauen und allen marginalisierten Gruppen bedeutet, wir verändern Märkte und Diskurse.
Werden wir nicht gesehen und/oder gehört, entscheiden andere für uns.
Genau deshalb ist Sichtbarkeit eben nicht nur Stärke, kein Lifestyle Thema oder Karriereschritt. Sie ist politisch, ob wir das wollen oder nicht.
Unsichtbar und leise waren wir lange genug. Entscheidungen für uns und über uns getroffen wurde auch lange genug. Es reicht. Wenn ich mir anschaue, was die von übergestern übriggebliebenen Patriarchen weltweit für Müll machen, es wird Zeit dass sich was ändert.

Die Pläne und Träume die ich für dieses Jahr hatte
Reisen wollte ich, berühmte Museen anschaun, den Eifelturm und den Louvre sehen.
Bis Brühl (20 km weit) bin ich gekommen, Freunde besuchen.
Irgendwie kam ständig was dazwischen, alles wurde teurer, meine Rente aber nicht höher. Das Café Ruhepol hat viel längere Anlaufzeit als ich geplant hatte, da kam auch noch nicht genug rein um meine Träume zu erfüllen.
Nicht mal meinen Weihnachtsurlaub bei einer lieben Freundin in Braunschweig konnte ich machen. Dabei feiern wir seit mindestens 20 Jahren immer Weihnachten zusammen.
Aber: Am 18.12. bin ich im Bad nur ganz wenig ausgerutscht, hab mich mit dem rechten Bein abgefangen…. Knie geprellt. Auaaaaaaaaaaa
Nix wars mit Weihnachtsurlaub, bis hoch in den 3. Stock im Uraltbau (ewig hohe Räume, also eigentlich fast 4. Stock, so Treppenanzahlmäßig),…. keine Chance.
Konnte kaum durch meine Winzlingswohnung humpeln, ob ich es bis zum Hauptbahnhof und in den Zug geschafft hätte, zweifelhaft.
Statt gemeinsam mit Freunden Weihnachten feiern, bin ich allein daheim in der kalten Bude gesessen, Bein hoch und Eisbeutel drauf.
2025 wollte es mir wirklich nochmal so richtig zeigen wo der Hammer hängt.
Sommer, Sonne, Balkonien und mein Urwald
Der Balkon war damals das ausschlaggebende Argument für die Wohnung. Zum Innenhof, nach Süd-Westen raus.
Dieses Jahr kamen eben nicht nur meine ganzen Zimmerpflanzen raus. Ich hab auch noch Tomaten gezogen und dann ganze 12 wunderbare Tomatenpflanzen am Balkon gehabt. Täglich richtig viele Minitomaten genascht, den ganzen Sommer durch.
Ich liebe es.
Mein Sommerschreibtisch ist genau so, dass ich den ganzen Tag rausschauen kann auf meine Pflanzen, das ist Balsam für mich.
Ja ich hab einen Sommer- und einen Winterschreibtisch. Also noch hab ich die.
Hoffentlich nächstes Jahr nicht mehr, die Wohnungsbaugesellschaft hat uns angekündigt, dass wir im Frühjahr in Behelfswohnungen umgesiedelt werden und dann bricht hier der Luxus aus:
ZENTRALHEIZUNG, nicht mehr Holzofen im Wohnzimmer und der Rest der Wohnung eisig (incl. Bad), sondern so richtig warm auf Knopfdruck, mit Fernwärme.
Dazu auch noch Fenster, durch die nicht die kalte Luft reinpfeifft, ein behindertengerechtes Bad, so mit ebenerdiger Dusche und keinen Wasserrohrbrüchen alle Daumenlang.
Die Rohre sind halt noch aus der Anfangszeit des Wohnblocks, der wurde 1929 gebaut… muss ich noch mehr sagen?
Das wird echt Luxus pur hier.



Und die Gesundheit
Mit der war es dieses Jahr immer wieder im Argen, vor allem zum Jahresende hin. Als ob mein Körper mir sagen wollte: „du willst was ganz Neues wagen? Na dann zeig erst mal dass du stark genug dafür bist.“
Im Spätsommer hab ich angefangen 1-2 mal die Woche schwimmen zu gehen.
Hab mir eine große Karte mit vielen Eintritten gekauft und bin stur hingefahren.
Bis ich dann die Erkältung bekam. Anfang November. Jetzt haben wir Silvester und ich huste immer noch wie ein Schloßhund. Zumindest kein Fieber mehr, aber langsam nervt es.
Nächstes Jahr, sobald ich nicht mehr huste werde ich das Schwimmen wieder anfangen, sind noch viele Karten auf der großen Karte drauf. Dickschädel hab ich ja auch.
Das Café Ruhepol: wie es ist oder eben noch nicht ist
Große Pläne hatte ich um diese Zeit letztes Jahr.
Ich wollte mit dem Café Ruhepol so vielen Frauen helfen wieder mehr Luft zu bekommen, mehr Ruhe. Ihnen Räume geben um wieder runter zu kommen, sich ohne schlechtes Gewissen Pausen zu gönnen.
Natürlich hatte ich auch ein, zugegeben relativ vages, Umsatzziel vor Augen.
Und dann hab ich gemerkt, wie viel ich noch lernen muss, was ich alles noch nicht weiß oder kann. Nicht bezüglich Coaching, Zeichnen etc.
Das kann ich, da habe ich keine Sorgen, bezüglich dem Businessteil schon eher.
Planung war ja noch nie meine Stärke, vom Onlinebusiness hatte ich noch weniger Ahnung. Aber blauäugig mal geplant, mit Coaching, einer Selbstlerngruppe und selbst viel lesen und lernen, wollte ich bis spätestens Ostern die ersten 10 Kundinnen haben.
Ähm ja.
- Bis ich erst mal alles kapiert habe, welche Plattformen wollen was von mir, damit sie mich überhaupt ausspielen?
- Wie kann ich da überhaupt Reichweite aufbauen?
- Wie komme ich an die richtigen Frauen ran, die die meine Lieblingskundinnen sind?
- Kann ich mich wirklich trauen Geld zu nehmen für das was ich anbiete?
- Was biete ich denn eigentlich genau an?
- Darf ich mich denn auch gesellschaftlich und politisch äußern, wenn ich doch ein Business habe?
- Wie kann ich alles unter einen Hut bekommen?
- Warum wird mein kostenfreies Neurozeichnen so schlecht angenommen?
- Wie funktionier die ganze Technik?… Und noch ein Tool mit dem ich nicht klarkomme, wunderbar.
Was angelaufen ist: jeden Dienstag kostenfreies Neurozeichnen, manchmal mit Thema, manchmal einfach so um den Kopf frei zu bekommen. Das werde ich auch 2026 beibehalten.
Was weniger gut lief war der Rest.
In meinen Posts auf LinkedIn hab ich oft mehr über die politische Situation geschrieben als über mein Business. Für mich hängt das irgendwie zusammen.
Wie können wir Ruhe finden in virtuellen Räumen, wenn wir Angst haben müssen, dass uns unsere Rechte wieder genommen werden, dass wir selbst oder Menschen die uns nahe stehen wieder mehr angefeindet werden, weil unsere Namen nicht „deutsch“ genug klingen, unsere Hautfarbe nicht ins Stadtbild passt, oder unsere sexuelle Orientierung irgendwem nicht in den braunen Kram passt?
Denn das hat sich für mich ganz klar herauskristallisiert: In meinen Räumen darf jede sein wer und wie sie ist. Egal wie sie heißt, welche Religion sie hat, woher sie kommt, wie lange sie schon in Deutschland lebt, wie sie aussieht…….
Einzige Bedingung, du gestehst dieses Recht auch allen anderen zu, die im Raum sind.
Als ich vor über einem Jahr den Plan gefasst hatte, das Café Ruhepol zu gründen, da war für mich noch viel mehr der Coaching Aspekt im Vordergrund, ich wollte Frauen helfen zu etwas zu werden, etwas in sich zu entdecken. Richtiger Coachingsprech also, wie ich selber es ja im Coaching und den Ausbildungen gelernt hatte.
Bis ich dieses Jahr gemerkt habe, das ist nicht meines. Diese Frauen sind schon die tolle Version ihrer selbst. Die sind kein kaputtes Auto, an dem getuned werden muss damit es optimal läuft.
Die Frauen, die ich ansprechen will, die laufen viel zu gut.
Die brauchen mal die Möglichkeit nicht zu laufen, nicht zu funktionieren, ganz klar gesagt, die Möglichkeit mal zwei Stunden die Woche NICHTS produktives zu tun.
Ich selbst war vor zig Jahren auch so eine Frau.
Nur dass ich mir nie diese Pause gegönnt habe, sie mir nie erlaubt habe. Bis ich zusammengebrochen bin. Darüber habe ich auch schon in Burnout Erfahrungsbericht von ganz tief drin erzählt.
Burnout ist nicht lustig, ist keine Modeerscheinung und auch keine Schwäche.
Was ist…Burnout bei Frauen? Das ist nämlich ganz anders als der bei Männern. Wissen nur viele nicht, auch viele Ärzte.
Das war es was ich erreichen wollte: Verhindern, dass andere Frauen das erleben müssen. Ihnen zu helfen, einen Weg zu finden aus ihrem persönlichen Brummkreisel.
Und das will ich nicht mit den nächsten Coachingtools aus der Zauberkiste machen, nicht mit dem drölfzigsten neuen System dass ich mir ausgedacht habe.
Pause machen, einmal die Woche zwei Stunden ganz alleine für dich haben. Nichts müssen oder sollen, einfach nur da sein und machen können wenn du Bock hast oder eben zuschaun wenn nicht.
Egal ob das jetzt zeichnen ist wie die Bilder unten, wo es absolut nicht darum geht ein galeriewürdiges Kunstwerk zu zaubern sondern einfach darum den Kopf frei zu bekommen.
Oder ob es eine kleine Meditation ist, Lachyoga oder Gespräche.
Gemacht wird was gerade ansteht, ich biete Ideen und Angebote. Was du davon annimmst und machen willst entscheidest alleine du. Da wir z.B. nicht Bilder vergleichen oder beurteilen kann auch jede für sich zeichnen wie sie will, ohne Gruppendruck und boa deines ist aber viel schöner als meines……
Performance bleibt draußen, für die To-Do-Listen gibt es einen Haken draußen am Eingang. „Vergessene“ Listen werden am nächsten Tag heimlich von mir entsorgt.


Was war sonst noch Schönes im Jahr 2025?
- Tolle Rollenspieltermine mit meiner D&D Runde
- Ultra lustiges Fotoshooting mit der Fotofee Christiane Schmidt, sehr zu empfehlen!
- Ein Fotoshooting mit Martin Leissl, für sein Demokratieprojekt. Ich war stolz wie Bolle als er mich dafür gefragt hat.
- Gleich mehrere meiner Bilder konnte ich verkaufen (bin ja auch Malerin)
- Ganz viele tolle Menschen kennengelernt

Worauf bin ich 2025 stolz?
- Bei dieser Ausstellung mit dabei zu sein
- Wie viele Frauen ich motiviert habe bei #zeigdichstark mitzumachen und sich in all ihrer Stärke aber auch Verletzlichkeit zu zeigen.
- Ich bin losgegangen für meine Träume, endlich wieder raus aus der Höhle von „ich bin zu alt, zu krank, mich stellt eh keiner mehr ein, ich komm da finanziell nie wieder auf die Beine, bla bla bla“
- Zu mir zu stehen, auch wenn das bedeutet klar zu sagen: „Ja ich würde deine Hilfe brauchen, ich würde dich gerne buchen, ich hab nur nicht die finanziellen Mittel dafür. Also werde ich es weiterhin alleine schaffen.“
- Meine „Positionierung“ ich mag das Wort nicht, trotzdem, dieses Dingens halbwegs klar hinbekommen zu haben. Es war eine Entwicklung
- Dass ich öffentlich meine Meinung sage, scheiß auf Gegenwind von Mansplainern
- NEIN sagen wird immer einfacher. Ohne Erklärungen, ohne Ausflüchte. Nein ist ein ganzer Satz.

Mein 2025-Fazit
Ich trau mich immer mehr.
Egal ob sichtbar zu sein, laut zu sein, meine Meinung deutlich zu äussern.
Ich war viel zu leise, viel zu brav, viel zu angepasst mein Leben lang. Das hat mich vor einigen Dingen bewahrt, mich aber auch viel Kraft und Lebensfreude gekostet.
Was mich immer wieder verletzt, genervt und runter gezogen hat waren Sprüche wie „du musst in dich investieren, sonst wird das nix“, „Ohne einen guten Coach an deiner Seite kommst du nicht weit“…..
Ja toll, es gibt aber Menschen, die gerade versuchen sich aus dem Sumpf hoch zu arbeiten, die gerade genug haben um über den Monat zu kommen. Die einfach nicht die Mittel haben, sich Hilfe, Coaching, Begleitung oder was auch immer zu holen. Ich bin eine davon verdammt nochmal.
Natürlich hätte ich auch gerne jemanden mit der ich mich regelmäßig austauschen könnte, die mir Tipps geben kann weil sie halt schon weiter ist auf dem Weg.
Fass ner nackten Frau mal in die Tasche.
Gleichzeitig denk ich immer wieder über den Zwiespalt nach und wie ich ihn lösen kann.
Meine Preise sind keine Sparabo für 5,99 den Monat. Ich kenne meine Leistung und meinen Wert. Jemand der in meiner derzeitigen Situation ist, und meine Hilfe auch gut brauchen könnte, kann sich mich leider eben auch nicht leisten.
Jetzt stehen hier auf Judiths Vorschlägen noch tausend Punkte über die ich schreiben könnte.
Zahlen aufreihen (interessiert sich wirklich jemand wie viele Follower ich irgendwo habe oder wie mein bester Post gelaufen ist? Was sagen diese Zahlen aus?)
Was hat mich dieses Jahr gelehrt, was habe ich zum ersten Mal gemacht…
Wut darf sein
Ich kann wütend werden, und brauche keine Angst mehr zu haben, dass ich damit alles um ich herum zerstöre.
Zum ersten Mal hab ich mich politisch engagiert, und ich werde weitermachen. Der Weg den Deutschland da rasant runterhoppelt ist keiner den ich gehen will.
Es hat mich gelehrt, wieder mal, dass ich Räume halten kann, Ruhe geben und aushalten kann.
Neue Dinge gelernt
Einen Lachyogakurs habe ich gemacht, ich bin jetzt zertifizierte Lachyogatrainerin und werde das natürlich auch direkt mit in meine Räume bringen.
Wir lachen eh viel zu wenig.
Und wenn unser Gehirn „gefaketes“ Lachen nicht erkennt und genauso die HalloHappy Hormone rausrückt, na dann los.
Bloggen rulez
Gebloggt habe ich wie eine Wilde, 67 veröffentlichte Beiträge waren es in diesem Jahr und ich hab noch ca 30 als Entwurf rumliegen bei denen ich noch recherchieren muss, mir die Texte noch nicht aus den Fingern gehüpft sind, die kommen nächstes Jahr dran.
Inspirationen
Es gab Menschen, die mich sehr inspiriert haben,
- Die Nikas zum Beispiel. Der Mut, die Überwindung und die Offenheit, ich hätte sie vermutlich nicht. Ich habe sie nicht.
- Céline von Texte mit Ziel hat mich inspiriert und mir den Mut zu dem Flashmob #zeigdichstark gegeben
- Jamie Morgan, der mir gezeigt hat, Marketing muss nicht immer mit Funnels und den üblichen Abläufen gehen. Menschlich und kommunikativ geht auch.
- All die vielen Menschen die bei den Flashmobs mitgemacht haben
- mir fallen im Laufe der nächsten Tage bestimmt noch mehr ein, die Liste wird noch länger werden
Herausforderungen gab es natürlich auch
Meine Herausforderungen waren sowohl gesundheitlich, als auch vor allem finanziell.
Geld bedeutet einfach Handlungsmöglichkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten.
Das ist jetzt nichts neues für mich, bisher hab ich immer Wege gefunden, auch ohne Geld zu haben.
Werde ich auch weiterhin schaffen.
Scheiße ist es irgendwie trotzdem, nie irgendwelchen Bewegungsspielraum zu haben, ständig spitz auf Knopf zu sein, mit Angst vor der nächsten Kleinigkeit, die wieder alles an die Wand knallt.
Hab ich was draus gelernt?
Nächstes Jahr werde mehr Wege finden, Netzwerke zu schaffen, die eben kein Geld kosten. Es stimmt nämlich durchaus, mit Netzwerken geht es einfacher.
Was hab ich 2026 so alles vor?
- mit dem Café Ruhepol so richtig Gas geben
- eine Blogparade starten
- #zeigdichstark nochmal machen und noch mehr Frauen motivieren
- mehr raus aus meinem stillen Kämmerlein und raus unter Menschen, Netzwerke schaffen, Ehrenamt machen, Schwimmen gehen
- Politisch noch viel lauter werden, mich nicht in Nebelkerzen verlieren sondern an den harten Punkten bleiben.
- noch mehr meinen Weg finden, weder weiblich weich noch männlich hart (was für ein BS, ich war noch nie so kuschelig weich und trotzdem immer Frau)
- wieder mehr malen, mit Materialien experimentieren
Ich habe gerade mein Wort für das Jahr 2026 gefunden, Einklang. Das habe ich bei Verena im Jahresrückblick gefunden (Leseempfehlung!) und für mich gemopst.
Diesen Einklang, alles was zu tun ist, mit dem was auch mal von alleine wachsen und sich entwickeln darf, den brauche ich viel mehr. Gras wächst halt nicht schneller wenn ich dran zuppel.
Mit mir kannst du natürlich auch zusammenarbeiten.
Hier auf der Seite Angebot findest du verschiedene Möglichkeiten dazu.
Oder du schreibst mir einfach eine Mail an Kontakt@caferuhepol.de


Liebe Antonia,
das ist ein sehr kraftvoller Jahresrückblick geworden, den ich sehr gerne gelesen habe. Die Ausstellung im Haus am Dom werde ich mir auf jeden Fall anschauen und dein Blog ist nun in meinem Feedreader. Für das Jahr 2026 wünsche ich dir alles gute, eine schnelle Renovierung der Eohnung und wieder so eine super Tomatenernte wie in 2025!
Liebe Grüße aus Frankfurt, Astrid
Liebe Astrid, danke für den lieben Kommentar.
Ich wär auf die Ausstellung auch neugierig, aber bis Frankfurt ist von Köln aus doch ein gutes Stück nur für ne Ausstellung.
Ich wünsch dir auch alles tolle für das neue Jahr
lieben Gruß aus Köln
Antonia
Liebe Antonia,
ein sehr spannender und ehrlicher Jahresrückblick. Ich verstehe dich gut, was das Thema Geld und Netzwerke angeht. Es ist eine echte Herausforderung ein Business ohne große finanzielle Mittel und Menschen, die dir einfach so mal weiterhelfen, auf die Beine zu stellen. Ich wünsche dir viel Erfolg im neuen Jahr.
Verena
Liebe Verena, ja, Geld ist an sich nur ein Tauschmittel, es ist Gestaltungsmöglichkeit. Aber wenn du die halt nicht hast wird es verdammt schwierig.
Irgendwie schaffe ich es, hab ich bisher immer geschafft.
Ich wünsch dir auch viel Erfolg mit deinen tollen Vorhaben, Spinnen, Weben und Färben, großartig. Und dazu noch Linoldruck, ich wünschte meine Hände hätten die Kraft dafür, das schaut immer so toll aus.
ganz lieben Gruß
Antonia
Antoooooonia, was für ein genialer Jahresrückblick, wir haben ihn in einem Lesen verschlungen 😍
Und wir fühlen deine Worte so sehr, wie zum Beispiel die Zwiespalt-Situationen und die Gedanken, die sie mit sich bringen 🙃
Und du weißt ja, wie sehr wir generell deinen Schreibstil feiern!!
Bleib genau so, wie du bist, einfach du 🫶
Bis ganz bald,
die Nikas 🦋
Wie ihr ja schon gesehen habt, ich hab euren Jahresrückblick auch verschlungen.
Ganz ehrlich, ihr seid mir ein Vorbild, so viel Mut und Offenheit, alles so liebevoll und achtsam, da darf ich mir eine große Scheibe von abschneiden.
Ich freu mich auf das Jahr und was alles daraus wird, auch zusammen mit Euch
Liebe Antonia, was soll ich sagen – ein bewegtes Jahr! Danke, dass du mich daran teilhaben lässt. Sehr persönlich, ehrlich.
Lachyoga habe ich auch gemacht .. und hatte hinterher Muskelkrämpfe im Gesicht .. was erst sehr verkauft „komisch“ anfängt .. war dann wirklich sehr lustig und „aus dem Bauch gelacht“.
Klasse, dass du das auch mal mit dem Neurozeichnen ausprobiert hast. Interessante Möglichkeit.
Am besten finde ich jedoch, dass du so offen und ehrlich über dich und dein Leben sprichst, dich mit so vielen Menschen verbindest.
Café Ruhepol ist nicht nur ein cooler Name, sondern auch eine wundervolle Idee. Dafür – und alle, die daran teilhaben – weiter viel Erfolg.
Und lass dein Strahlen weiter in die Welt.
Herzliche Grüße.
Hallo Carola, danke für deinen lieben Kommentar.
Wenn du magst, Neurozeichnen mach ich jeden Dienstag ab 17.00 kostenfrei für eine halbe Stunde.
Der Link ist hier auf der Seite oder im LinkedIn Profil zu finden.
wir stahlen gemeinsam.
Liebe Antonia,
hat jetzt etwas gedauert, bis ich zum Lesen gekommen bin, aber jetzt habe ich mir Deinen Rückblick zum Nachmittagskaffee gegönnt und ich muss sagen: Wow, was für eine Inspiration! Ich hab Dir ja schon öfter gesagt, dass ich bewundere, was Du in Deiner Situation schaffst, erschaffst, bewältigst und auch den Mut, Dich so zu äußern. Ich lerne viel von Dir. Danke, dass Du mit mir gemeinsam die Flashmobs durchziehst, das inspiriert mich sehr. Und Neurozeichnen sollte ich echt mal probieren… Ich hoffe, Deinem Knie geht’s inzwischen besser?
Auf ein erfüllendes 2026, in dem wir unsere Stimme weiterhin erheben!
Glg Celine